Ja zu sauberem Wasser – nein zur Finanzierung durch die Gastronomie

04.04.2019

Weltwassertag: JRE äußert sich zu Plänen der EU-Kommission

Die EU-Kommission arbeitet an einer neuen Trinkwasserverordnung, um den Menschen der Europäischen Union einen besseren Zugang zu sauberem Trinkwasser zu garantieren. Ein Vorschlag sieht vor, dass Restaurants in der Europäischen Union dazu verpflichtet werden sollen, ihren Gästen kostenfrei Leitungswasser auszuschenken.

Am heutigen Weltwassertag äußert sich Alexander Huber, der Präsident der Jeunes Restaurateurs (JRE), einer Vereinigung deutscher Spitzenköche, zu den Plänen der EU.

„Unsere Vereinigung unterstützt die Forderung für einen problemlosen Zugang zu sauberem Wasser. Dafür zu sorgen kann aber nicht Aufgabe der Restaurants und Gastronomiebetriebe sein. Wir fragen uns, wie viel will man unserer Branche noch aufbürden? Wild wuchernde Bürokratie, wahnwitzige Hygienevorschriften und immer neue Forderungen belasten uns schon heute übermäßig. Und jetzt sollen wir auch noch auf Umsätze verzichten, um die EU-Richtlinie umzusetzen? Nein, irgendwann ist Schluss. Und dieser Punkt ist jetzt erreicht. Es gibt andere Modelle wie eine Wasserpauschale, wie sie einige unserer Kollegen schon eingeführt haben. Darüber denken wir gerne nach. Wir engagieren uns ebenso für nachhaltige Lebensmittel und regionale Produkte, um die Umwelt zu schonen. Unsere Branche leistet schon jetzt sehr viel – das sollte endlich auch die Politik registrieren und anerkennen.“

Alexander Huber ist seit Januar 2019 Präsident der Jeunes Restaurateurs (JRE) und Küchenchef des Restaurants „Huberwirt“ in Pleiskirchen.

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